| 1885 |
geboren
am 9. August in Erfurt als zweites von fünf
Kindern des Kaufmannes Franz Ritschl |
| 1903 |
Grundausbildung
beim Militär |
| 1905 |
Arbeit
in Schreibstuben, danach Büro-Tätigkeit
u.a. am Gouvernementsgericht in Mainz |
| 1908 |
Tätigkeit
an der Landesbank Wiesbaden
schriftstellerische Arbeiten u.a. für das Theater |
| 1914 |
Tätigkeit
als Ausbilder von Landwehrrekruten |
| 1915 |
erste
Premiere eines seiner Stücke am Hamburger Thalia-Theater
Heirat mit Doroa Nötzel
Wiederaufnahme der Tätigkeit an der Landesbank
Wiesbaden |
| 1918 |
erste
Erfoge als Schriftsteller und Bühnendichter
erste malerische Versuche
Geburt des Sohnes Helmut |
| 1919 |
Beurlaubung
für 1 Jahr von der Tätigkeit an der Landesbank,
um sich intensiver der Malerei widmen zu können
Aufgabe der schriftstellerischen Tätigkeit und
Vernichtung der Manuskripte
erste Ausstellung
im Nassauischen Kunstverein in den Räumen
des städtischen
Museums Wiesbaden
Verkauf erster Bilder
endgültige Kündigung seiner Stellung als Bankangestellter
und Tätigkeit als freischaffender Künstler |
| 1925 |
Teilnahme
an der Ausstellung "Neue Sachlichkeit" in Mannheim.
Die Begegnung mit den Werken anderer Ausstellungsteilnehmer
ist enttäuschend und lässt ihn an den Möglichkeiten
realistischer Darstellungsweisen zweifeln.
Gründung der freien Künstlerschaft Wiesbaden
Wahl zum 1. Vorsitzenden (bis 1933)
teilweise Vernichtung der bisherigen Produktion |
| 1929 |
mehrmonatiger
Aufenthalt in der französischen Kunstmetropole
Paris
Begegnung mit Max Ernst
Vortragstätig an der Volkshochschule in Wiesbaden |
| 1932 |
Lösung
von figurativen Motiven |
| 1933 |
Frühjahr. Ausstellung
der ersten gegenstandslosen Gemälde im Folkwang-Museum,
Essen.
Vorzeitiger Abbruch nach einer Intervention der Nationalsozialisten:
"Ihre Bilder wurden zum Schutz des Volkes abgehängt."
Rückzug aus der Öffentlichkeit und Weiterarbeit
in der Abgeschlossenheit des Ateliers
künstlerischer Austausch mit Alexej von Jawlensky |
| 1937 |
Entfernung
von
"entarteter Kunst" aus öffentlichem
Besitz, darunter auch Bilder von Ritschl
Beschäftigung mit kulturhistorischen Fragestellungen
im Zusammenhang mit einem Buchprojekt |
| 1939-44 |
Dienstverpflichtet
beim Finanzamt Wiesbaden (bis 1942)
die Gemälde sind verpackt im Keller gelagert
Vermisstenmeldung des Sohnes (1942)
Zerstörung der Ateliers und dreimaliger Wohnungswechsel
|
| 1945 |
Rückzug in die
halbzerstörte Wohnung
Nach Kriegsschluss
infolge Materialmangesls entstehen erste Aquarelle
und Gouachen
später erneut ausschließlich Ölmalerei |
| 1946 |
Wiederaufnahme der Malerei
und Auseinandersetzung mit Picasso
Beteiligung an der "Allgemeinen deutschen Kunstausstellung"
in Dresden |
| 1947 |
Ausstellung bei Ottomar Domnick
in Stuttgart in einer Reihe mit Baumeister, Ackermann,
Winter und Meistermann |
| 1948 |
Mitglied der Rheinischen
Sezession und Teilnahme sn der ersten Ausstellung |
| 1949 |
Gründungsmitglied
der Neuen Rheinischen Sezession |
| 1950 |
Mitglied
der Neuen Darmstädter
Sezession
Mitglied des Westdeutschen Künstlerbundes sowie der
Münchener Neuen Gruppe |
| 1954 |
Beteiligung
an der Ausstellung
"Internationale Sezession" in Schloss Morsboich,
Leverkusen
Mitglied des Deutschen Künstlerbundes
Beginn der "geometrischen" Werkphase |
| 1955 |
größere
Einzelausstellung zum 70. Geburtstag im Neuen Museum
Wiesbaden
Beteiligung an der Ausstellung der Gruppe "ZEN", München
Teilnahme an der ersten großen internationalen
Kunstausstellung in Deutschland, der documenta 1 in
Kassel
Verleihung der
Goetheplakette
des Landes Hessen |
| 1958 |
Tod der Ehefrau
Dora Ritschl |
| 1959 |
nochmaliger
Wechsel der Formansprache |
| 1960 |
Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und des Villa-Romana-Preises
Einzug in das neuerichtete Atelier-Haus am Stadrand
von Wiesbaden |
| 1961 |
Ausstellung zum
75. Geburtstag in Von der Heydt-Museum, Wuppertal |
| 1965 |
Verleihung der
Ehrenmedaille in Gold der Stadt Wiesbaden
das 1. deutsche Fernsehen sendet ein Ritschl-Porträt
Ausstellung zum 80. Geburtstag im Mittelrhein-Museum
Koblenz |
| 1970 |
Ausstellung
zum 85. Geburtstag in den Räumen des Berufsverbandes bildender
Künstler
in München
Verfassung der "Biographischen Notizen" |
| 1970/ 71 |
Arbeit
an Manuskripten für
zwei Schauspiele mit den Titeln "Die Meinungsmacher"
und "Der Hexenstein" |
| 1972 |
Verleihung
des Großen Bundesverdienstkreuzes |
| 1973 |
Ausgehen von
den Vorarbeiten des Koblenzer Katalogbuches (1970 zur
Ausstellung im Mittelrhein-Museum Koblenz)
erscheint ein vollständiges Werksverzeichnis,
bearbeitet von Wolff Mirus |
| 1975 |
Ehrenplakette
der Landeshauptstadt Wiesbaden |
| 1976 |
Gestorben am
1. Juli in Wiesbaden |
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